26. August – 25. September 2022
☐JA ☐NEIN ☐VIELLEICHT
Ausstellung Kunsthalle[n] Toggenburg & Ereignisse Propstei St. Peterzell

 

Für die Ausstellung «☐JA ☐NEIN ☐VIELLEICHT» arbeiten der Verein Kunsthalle[n] Toggenburg und der Verein Ereignisse Propstei St. Peterzell zusammen. Im Ausstellungsraum der Propstei St. Peterzell sollen Werke ihren Platz finden und Ideen Gestalt annehmen, welche in Ateliers und Werkstätten insbesondere in den letzten zwei Jahren entstanden sind. Zu einer breitgefächerten Ausstellung wollen wir Arbeiten fügen, die sich in dieser Zeit der individuellen, oft auf sich gestellten, Auseinandersetzung mit Entscheidungen entwickelt haben.

☐JA ☐NEIN ☐VIELLEICHT
Entscheidungen prägen unser Leben. Unabhängig davon, ob wir sie aus freien Stücken oder unter Zwang treffen, sind sie das Resultat einer Ja-, Nein- oder Vielleicht-Antwort auf eine Frage, die wir uns stellen oder die uns gestellt wird.
Doch kennen wir die eigentliche Frage? Sind wir gewillt, uns mit ihr auseinanderzusetzen? Spiegelt eine Ja- oder eine Nein-Antwort tatsächlich unsere Haltung? Weichen wir mit dem «Vielleicht» der Entscheidung aus? Entscheide ich?
Die letzten beiden Jahre – vielleicht in naher Zukunft als «Reifeprüfung der Gesellschaft» in den Geschichtsbüchern vermerkt – haben das «Vielleicht» als Option in den Hintergrund gedrängt, zeitweilen zum Verschwinden gebracht. Was bleibt ist schwarz-weiss und doch harrt die Frage einer Entscheidung.
Und der Blick nach vorne? Fast vergessene welt- und gesellschaftspolitische Herausforderungen rücken in den Vordergrund, andere Unsicherheiten machen sich breit, neue Entscheidungen fordern uns. Das Bedürfnis nach klaren Antworten, wird ein Wunsch bleiben.

INHALTLICHE AUSRICHTUNG
«☐JA ☐NEIN ☐VIELLEICHT» soll zugleich als Frage und Antwort an die Künstler*innen gehen. Welche Fragen haben sie umgetrieben? Welche Fragen beschäftigen sie mit Blick in die Zukunft? Wollen sie eine Antwort geben und wenn ja, welche?
Es ist den Kunstschaffenden überlassen, ob sie mit ihrem Werk Fragen stellen oder beantworten, ob sie sich mit einer oder allen Optionen an Antworten auseinandersetzen.
Der Titel öffnet den Raum für künstlerische Auseinandersetzungen und Ideen scheinbar unendlich. Aber ist dem wirklich so? Oder zwingt er die Künstler*innen eine grundsätzliche Entscheidung zu treffen? Ist eine künstlerische Auseinandersetzung nicht gerade das «VIELLEICHT», um sich der Entscheidung zu entziehen?

AUSWAHL DER AUSSTELLUNGSBEITRÄGE
So offen der Ausstellungstitel, so weit ist der Rahmen für die Werke und deren Anzahl gesteckt. Wir laden Künstler*innen ein, den Ausstellungsraum zu besichtigen und auf sich wirken zu lassen und uns im Anschluss ihre Werke, Projekte und Ideen für die Mitwirkung einzureichen.
Unsere Aufgabe wird es sein, auszuwählen und eine facettenreiche Gesamtausstellung zu konzipieren, ein mannigfaltiges künstlerischen Abbild des Zeitgeistes zu gestalten. Dem Kuratieren kommt bei dieser Ausstellung grosse Bedeutung zu. Wir ermöglichen Offenheit und lassen uns darauf ein.
Im Rahmen unseres Ausstellungsbudgets sprechen wir den ausgewählten Künstler*innen die Beiträge auf Basis der Ausgestaltung ihrer Werke.